BIO Selimbong Gartentee FTGFOP 1 kbA von 2017

Ein unfreiwilliger, aber auch Interessanter, Versuch Darjeeling Tee etwas länger zu lagern. Durch die Streiks in 2017 wurden die Teesträucher wochenlang nicht gepflückt und wucherten unkontrolliert. Einige Teegärten rechneten damit das es Jahre brauchen würde, bis wieder Darjeeling in der gewohnten Qualität geerntet werden können.

Ganz so schlimm kam es nicht, das die Streiks dann Ende Oktober beendet wurden. Mittlerweile ist der Darjeeling First Flush 2018 auch wieder lieferbar. Aber aufgrund der unsicheren Liefersituation haben wir uns seinerzeit einen etwas größeren Vorrat angelegt, der jetzt in 2018 noch verbraucht werden muss.

BIO Selimbong Gartentee  FTGFOP 1
Die hellen Blätter des BIO Selimbong Gartenteee FTGFOP 1

Die Teeblätter sehen noch sehr gut aus. Typisch für Selimbong Gartentee ist die recht schwache Oxidation, einer Voraussetzung dafür sind, dass die blumigen Aromen eines FTGFOP1 erhalten bleiben. Der typische Darjeeling Geruch ist allerdings nur noch recht schwach vorhanden. Erst wenn man die Nase dicht an den Tee hält, nimmt das war, was für diesen Tee typisch ist.

Die Zubereitung es Selimbong erfolgte streng nach der Empfehlung auf der Packung, für indischen Tee untypisch, im Gaiwan. 0,8g Tee wurde 100ml kochenden Wasser aufgegossen, Die Zeitzeit betrug 3 Minuten.

gezogene Blätter vom Selimbong Gartentee  FTGFOP 1
Gleichmässige Oxidation und Farbe

An den gezogenen Teeblättern wird der helle Typ den Selimbong Gartentee noch deutlicher als an den getrockneten Blättern. Gleichmäßige kleine Blätter mit einer sehr schönen gleichmäßigen Oxidation. Die Frage ist noch grünlich-braun, fast wie ein Oolong, und keinesfalls schwarz.

Helle Tasse Selimbong Gartentee  FTGFOP 1
Helle Tasse

Die Tasse präsentiert sich mit Gartentee typisch und wie Aufgrund der Blätter zu erwarten war mit heller Farbe. Der Darjeeling typische florale Geruch ist schwach wahrnehmbar. Beim Trinken verschwindet dieser Eindruck fast vollständig. Bei der oben beschriebenen Zubereitung sind die Garbstoffe schon deutlich wahrnehmbar. Leicht malzige Noten sind noch wahrnehmbar. Insgesamt präsentiert sich der Darjeeling nach dieser langen Lagerzeit eher flach und wässrig.

Fazit: Ja man kann den 2017er Tee noch trinken, aber ein echter Genuss ist das jetzt nicht mehr. Darjeeling, insbesondere FTGFOP1, ist, ähnlich wie grüner Frühlingstee, ein Frischerprodukt, das man nur begrenzt langen sollte. Das was einen Darjeeling First Flush ausmacht ist leider fast komplett verschwunden. Bei einem ähnlichen Lieferengpass oder auch Lieferverzögerungen bei der neuen Ernst, würde ich nicht manchmal auf die Ernte ses Vorjahres zurückgreifen, beziehungsweise den Second Flush bevorzugen. Die immer noch vorhandenen Restbestände werde ich möglicherweise als Chai Tee trinken.