Schwarzer Tee

Schwarzer Tee - Mit Milch, Zucker oder Zitrone?

Es gibt schwarzen Tee aromatisiert mit Zimt oder Kirsche, es gibt ihn mit klangvollen Namen wie Ceylon, Darjeeling, Earl Grey oder English Breakfast. Schwarzer Tee ist überall, er kann in jedem Supermarkt gekauft werden und Tee steht mit Sicherheit in fast jedem Küchenschrank. Doch wie wird er hergestellt und wo kommt er her?

Die wohlklingenden Namen der Teesorten haben meist einfach mit den Herfkunftsgebieten der Tees zu tun. Darjeeling, Assam und Ceylon beziehen sich auf Teeanbaugebiete in Indien und auf Sri Lanka. Der Ceylon-Tee wird auf Sri Lanka geerntet, im drittgrößten Anbaugebiet der Welt. Er hat ein kräftiges Aroma. Assam-Tee kommt aus Ostindien, aus dem weltweit größten Anbaugebiet. Der Hochlandtee schmeckt ebenfalls kräftig. Der zarte, gelbe Darjeeling-Tee wächst an den Südhängen des Himalaya im indischen Bundesstaat Westbengalen.

Von den Teeplantagen bis in unsere Tassen ist es ein aufwändiger Weg. Zuerst werden die Teeblätter in Weidenkörben geschüttelt, damit sich die Zellsäfte mit dem Sauerstoff der Luft verbinden. Wenn die Blätter anschließend gerollt und in einer feuchten Umgebung gelagert werden, so nennt man das Fermentation. Die Enzyme der Teeblätter reagieren mit dem Sauerstoff und bilden Aromastoffe. Der Geschmack des Tees entwickelt sich. Danach werden die Blätter getrocknet – der Tee ist fertig.

Wie der Tee genossen wird, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Oder vom Land, in dem man wohnt: In Polen zum Beispiel wird Tee mit einer Zitronenscheibe serviert, in Frankreich und England dagegen mit Milch. In Chile, am Ende der Welt, ist schwarzer Tee das traditionelle Getränk zum Abendessen – mit viel Zucker.

Übrigens gilt für die meisten Sorten: Wenn der Tee anregend wirken soll, dann nur maximal drei Minuten ziehen lassen! Je mehr er allerdings zieht, desto intensiver wird der Geschmack. Länger als fünf Minuten sollten die Blätter allerdings nicht in der Kanne bleiben – oder der Beutel in der Tasse.